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Hier sind alle aktuellen und vergangenen Meldungen aus dem Winter-Moto-Cross 2019 Countdown...

 

 

 

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15.03.2019

Das Winter-Cross findet statt!!
Das Winter-Cross findet statt!!

Die letzte Meldung des Winter-Cross-Countdowns war eigentlich für ein Interview mit dem verletzten Max Nagl reserviert. Doch die aktuelle Wetterlage macht einen Situationsbericht von der Strecke angebrachter.

Es hat in den vergangenen Tagen auch in Heilbronn kräftig geschüttet. Was nicht ohne Folgen für die Piste blieb. Einige tieferliegende Streckenteile sind derzeit überflutet. Doch der MCC Frankenbach hat vorgesorgt. Ein Teil des Wassers konnte bereits am Freitag abgepumpt werden. Auch heute laufen die Pumpen auf Hochtouren. Wo immer möglich, wird der feuchte Schlamm von der Strecke geschoben. Der durchlässige Boden - die Strecke befindet sich in einer ehemaligen Kiesgrube - gibt berechtigte Hoffnung, die Veranstaltung am Sonntag unter akzeptablen Bedingungen durchführen zu können. Zudem die Wetterprognosen (siehe unten) positiv sind.

Und: Das Interview mit Max Nagl gibt´s trotzdem. Sogar live - am Sonntag bei einem über die Strecken-Beschallung geführten Telefonat.

Dennis Ullrich
Wettervorhersage für Sonntag (Quelle: www.wetter.de)

Dennis Ullrich
Derzeit legen Pumpen die tieferliegenden Streckenteile trocken

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14.03.2019

Interview mit Dennis Ullrich
Interview mit Dennis Ullrich

Dennis Ullrich (24) tritt nach dem Sieg beim vergangenen Winter-Cross als Titelverteidiger in Frankenbach an.

F: Du bist in der neuen Saison vom Zweitakter auf den Viertakter zurückgekehrt. Was war der Grund?
A: Da muss ich etwas ausholen. Ich stieg im vergangenen Jahr auf den Zweitakter um, weil ich mir etwas Abwechslung gewünscht habe. Mit dem Viertakter bin ich vier Mal MX-Masters-Sieger geworden und habe auch sonst fast alle Rennen hier gewonnen. Das auch auf einem  Zweitakter zu schaffen, hat mich gereizt. Denn ich wusste, dass das Zweitakt-Motorrad einem 450er-Viertakter unterlegen ist.

F: Weshalb ist ein Zweitakter unterlegen?
A: Das nutzbare Leistungsband ist viel kleiner. Wenn ich bei einem Viertakter die Leistung ausnützen will, bietet mir dieser Motor ein Band von etwa 3000 Umdrehungen, ein Zweitakter vielleicht 1000 Umdrehungen. Man muss deshalb viel öfter schalten. Auch setzt der Zweitakter viel aggressiver ein. Das macht das Fahren anstrengender. Ich wollte diesen Nachteil aber mit fahrerischem Können kompensieren.

F: Unterm Strich ging der Plan aber ziemlich daneben. Aus dem Meistertitel 2017 wurde Platz 13 in der Meisterschaft 2018.
A: Das stimmt so nicht ganz. Den Masters-Titel konnte ich zwar nicht gewinnen, aber ich hatte zum Ende der Saison hin sehr gute Einzelergebnisse. Außerdem habe ich 2018 als Mensch viel dazugelernt und mich weiterentwickelt. Denn ich musste deutlich mehr trainieren und lernen, mit Niederlagen umgehen. 2018 war auch kein normales Jahr was das Wetter angeht. Durch die Trockenheit waren die Strecken steinhart und die fehlende Traktion machte es mit dem Zweitakt-Motorrad noch schwieriger. Trotzdem: Was ich erreicht habe, macht mich und mein Team stolz.

F: Jetzt hast Du den Reset-Knopf gedrückt und fährst wieder eine 450-Viertakt-Maschine. Aber eine Husqvarna, keine KTM mehr. Weshalb?
A: Man weiß ja, dass KTM und Husqvarna zum selben Konzern gehören. Die Motorräder sind außer ein paar Kleinigkeiten fast identisch, weshalb der Wechsel rein wirtschaftliche Gründe hatte. Unterstützt werde ich über den Husqvarna-Händler Bodo Schmidt.

F: Dann steht auch wieder der MX-Masters-Titel für Dich auf der Agenda, oder?
A: Klar, der Titel ist mein Ziel. Aber ich werde mich auch in diesem Jahr neuen Herausforderungen widmen, da ich mich ständig weiterentwickeln und neue Dinge dazu lernen möchte.

F: Welche denn?
A: In einem Jahr wie 2018, in dem man nicht mehr nach jedem Rennen zur Siegerehrung gerufen wird, verschiebt sich die Wahrnehmung. Man erlebt gewissermaßen einen geistigen Umbruch und sieht die Dinge anders. Ich möchte nicht so enden, wie es manch anderen Fahrern derzeit ergeht. Denn sie erkennen erst zu spät, dass sie auf dem besten Weg sind, sich körperlich zu ruinieren. Ich habe erkannt, welch wichtige Rolle die Familie spielt oder was mir meine Tiere (Anm. Dennis besitzt 2 Katzen) bedeuten.

F: Das klingt fast wie ein Abschied vom Sport.
A: Das stimmt so überhaupt nicht. Ich habe diesen Winter so viel trainiert wie selten zuvor. Nur anders. Nicht so verbissen und verkrampft. Ich hatte endlich wieder Spaß beim Fahren. Den hatte ich lange Zeit vermisst. Und wenn mich mein Gefühl nicht trügt, läuft es auch ganz gut.

F: Dann kommt das Wintercross ja gerade recht.
A: Das stimmt. Ich freue mich wirklich auf Frankenbach. Das Rennen war schon immer für mich die Generalprobe. Und nach diesem Winter erst recht.

Dennis Ullrich
Bild: MCC Frankenbach

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13.03.2019

Interview mit Jérémy Delincé
Interview mit Jérémy Delincé

Jérémy Delincé, 28, startet seit Jahren bei den ADAC MX Masters und ebenfalls beim Winter-Cross in Frankenbach

F: Du bist zwar schon öfters in Deutschland gefahren, dennoch weiß man nicht viel von Dir. Kannst du Dich vorstellen?
A: Ich bin 28 Jahre alt, bin Belgier, wohne in der Nähe von Lüttich und spreche also Französisch als Muttersprache.

F: Als Belgier stammst Du quasi aus der europäischen Motocross-Metropole. Dennoch sieht man Dich sehr oft im Ausland starten und nicht in der belgischen Meisterschaft. Woran liegt´s?
A: In Belgien hängen die Trauben im Motocross sehr hoch. Die belgischen Fans sind gewohnt, dass die Weltmeister aus ihrem Land kommen. Für einen Belgier, der nicht in der WM antritt, bleibt da nicht viel Interesse übrig. Entsprechend wenig engagieren sich die Händler oder Importeure. Der belgische Meistertitel ist in unserem Land fast nichts wert.

F: Das heißt, man kann mit Motocross in der belgischen Meisterschaft kein Geld verdienen?
A: Nein. Ich bin wenn man so will auch jetzt noch Hobbyfahrer (lacht). Ich arbeite als Hausmeister an einer Schule und nehme mir am Dienstag und Donnerstag den Nachmittag frei, um zu trainieren. Auch jeden Abend reserviere ich mir 2 Stunden fürs Fitnesstraining.

F: Dafür gibt es in Belgien eine große Auswahl an Trainingsstrecken.
A: Das war früher so. Viele Strecken wurden im Lauf der Jahre geschlossen. Die Situation ist eigentlich katastrophal. Mittlerweile fahre ich sogar meist nach Deutschland zum Training. Nach Grevenbroich oder Arnoldsweiler.

F: Und Rennen fährst Du nun auch noch in Deutschland. Seit der Saison 2015 startest Du für das KMP-Team. Wie kam die Verbindung zustande?
A: In Deutschland existiert mit den ADAC MX Masters eine tolle Rennserie in der sich einige Teams sehr professionell engagieren. Das KMP-Team zählt da auch dazu. Ich kam Ende 2014 mit Teamchef Alex Karg in Kontakt. Zuerst drehte es sich um einige Supercross-Einsätze, dann um die Outdoor-Saison. Ich habe gleich gemerkt, dass sich Alex sehr engagiert um das Projekt kümmert. Das hat mir gefallen. Die Stimmung im Team ist toll, die Motorräder sind sehr gut vorbereitet. Und ihm hat´s offensichtlich auch mit mir Spaß gemacht.

F: Wohl auch, weil Deine Resultate immer besser werden. Mit den Gesamträngen 12, 8 und 6 zeigt die Erfolgskurve in den vergangenen 3 Jahren aufwärts. Liegt´s auch am Motorrad?
A: Die 450er Serien-Honda hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Sie ist drehfreudiger und auch kräftiger geworden. Das hilft natürlich, auch wenn KMP die Motoren schon vorher nach meinen Wünschen abgestimmt hat. Jetzt müssen wir nur noch die Federung in den Griff bekommen. Wir haben von Sölva auf Öhlins gewechselt. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Wir müssen da noch nachjustieren. Da kommt das Rennen in Frankenbach gerade recht.

F: Mit welchem Platz bist Du zufrieden?
A: In Frankenbach hatte ich die Jahre nicht so viel Glück. Ich muss die Starts in den Griff kriegen. Wenn das klappt, könnte ich aber schon auf das Podium oder die Top-Fünf im Finale fahren.

Jeremy Delince
Bild: Bauerschmidt

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