WMX Countdown News
  
Countdown News Archiv
Hier sind alle aktuellen und vergangenen Meldungen aus dem Winter-Moto-Cross 2017 Countdown...

 

 

 

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WMX Countdown News

12.03.2017

Heute ist der große Tag
Heute ist der große Tag

Tja, was soll man noch viel Worte verlieren - der Samstag war lang, die nacht wird kurz, ein paar kühle Blonde und ne heiße Brünette - gell Micha? Aber es ist alles erledigt. Dieses Mal war der Endspurt sogar relativ relaxed. Haben wir was entscheidendes vergessen..?!?!? Nee, passt alles! Zum Abschluss des Countdowns noch unsere zwei Häuptlinge Micha und Wolfgang und unsere geile WMX-Strecke. Es bleibt nur noch eins zu sagen: lasst's krachen Jungs (und Mädels)...

Und schon mal allen Helfen und Unterstützern einen riesen großen Dank!

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11.03.2017

Interview mit Dennis Ullrich
Interview mit Dennis Ullrich

Abgesehen von WM-Star Max Nagl und US-Export Ken Roczen ist Dennis Ullrich der schnellste deutsche Motocross-Pilot. Mit drei Titeln in den ADAC MX Masters und viel Erfahrung wird der Sieg in Frankenbach nur über den 23-Jährigen KTM-Piloten gehen.
 

Dennis Ullrich #149 (Quelle: Sarholz KTM)

F: Du hast nach dem Tod Deines Mentors Tommi Kneip und der Erkrankung Deiner Freundin Vanessa zwei schwere Jahre hinter Dir. Geht es Dir beziehungs-weise Euch mittlerweile wieder besser?
A: Ja, man muss lernen abzuschließen und nach vorne zu schauen. Vor allem weil es meiner Freundin wieder besser geht, hat mich mental aufgerichtet. Ich bin jetzt zuversichtlicher und optimistischer. Nicht nur im Sport.

F: Hast Du wieder einen Trainer?
A: Ja, seit einiger Zeit betreut mich Marcus Klausmann. Er ist 15-facher Deutscher Meister und Vize-Weltcupsieger im MTB-Downhill.

F: Besitzt er als Radsportler die Kompetenz, um Dich als Motocross-Spitzenfahrer zu coachen?
A: Im Vordergrund unserer Zusammenarbeit steht das i- und Krafttraining. Wir fahren aber auch oft zusammen auf der Motocross-Strecke. Es dreht sich im Downhill um die gleichen Kriterien wie im Motocross. Linienwahl, Fahrtechnik, Fitness. Und weil er auch selbst Motocross fährt, weiß er, wovon er spricht.
 

So solls 2017 nach den Vorstellungen Dennis Ullrichs nicht werden...

F: Geht Ihr auch gemeinsam Radfahren?
A: Ja. Wir sind öfters gemeinsam in den Bikeparks in Bad Wildbad und Todtnau.

F: Und wer ist schneller bergab?
A: Da hat der Motocrosser noch keine Chance (grinst).

F: Du bist schon viele WM-Läufe gefahren. Durch-aus mit respektablen Ergeb-nissen. Einen Platz in einem WM-Team, welches Dir eine ganze WM-Saison ermöglicht, hast Du aber noch nicht ergattern können. Weshalb?
A: In der WM gibt es nur eine geringe Anzahl von freien Plätzen, die nicht von Topstars belegt sind. Damit sich die Teams auch finanzieren können, verlangen sie dafür jede Menge Geld. In Deutschland ist es generell sehr schwer Sponsoren zu finden, die einen finanziell unterstützen und ich bin nicht bereit, mich in ein Team einzukaufen und mein hart erarbeitetes Geld wieder bei der WM auszugeben.

F: Ist das Thema WM also erledigt?
A: Nein. Ich fahre auch dieses Jahr zirka 5 WM-Läufe in Europa. Aber in Zukunft wird das Thema WM für mich eher uninteressant, da es immer weniger Teams gibt und somit auch keine freien Plätze zur Verfügung stehen. Außerdem riskiert keiner gern sein Leben und bezahlt dafür noch eine Menge Geld.
 

...diese Reihenfolge gefällt besser...
2016 im spannenden Zweikampf mit Teamkollege Angus Heidecke (#156)

F: Im vergangenen Jahr hast Du in Frankenbach den zweiten Platz geholt. 95 Prozent des Starterfelds wäre mit diesem Resultat hochzufrieden. Du selbst warst es nicht und das Publikum auch nicht. Wie hältst Du es aus, einzig und allein an Siegen gemessen zu werden?
A: Das ist eine gute Frage. Ich weiß, was die Leute von mir erwarten. Ein Dennis Ullrich muss funktionieren. Zweiter zu werden, reicht nicht. Aber gerade mit meiner schwierigen privaten Situation in den vergangenen beiden Jahren habe ich dennoch mein Bestes gegeben. Die Öffentlichkeit akzeptiert auch keine Entschuldigungen oder Schwächen. Sie sehen auch nicht was im Hintergrund passiert. Ich bin Sportler, aber eben auch nur ein Mensch!!

F: Ist der Druck bei Vorbereitungsrennen wie Frankenbach nicht erträglicher? Es geht ja sozusagen um nichts.
A: Da ich mitten in der Vorbereitung bin, ist für mich die Platzierung erstmal nebensächlich. Die Leute erwarten trotzdem den Sieg und ich von mir ja auch. Aber es geht vor allem darum zu schauen, ob alles funktioniert und Defizite zu verbessern.

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10.03.2017

Interview mit Henry Jacobi
Interview mit Henry Jacobi

Im Alter von 14 Jahren wurde Henry Jacobi 85ccm-Weltmeister, mit 19 Jahren - in der Saison 2016 - schaffte er es als einer der ganz wenigen Deutschen in ein WM-Team. Kurz vor Saisonende platzte der Deal. Doch der junge Thüringer lässt nicht locker.

F: Dein Vertrag mit dem italienischen JTech-Team für die MX2-WM 2016 war eine kleine Sensation. Wieso ging die Sache mit der Honda-Truppe nicht gut aus?
A: Ehrlich gesagt, hatte ich diese Sache etwas anders eingeschätzt. Jeder weiß, dass die MX2-Honda keine Rakete ist. Im Serienzustand hat sie bestimmt 6 PS weniger Spitzenleistung als eine KTM oder Husqvarna. Ich hatte gedacht, dass ein professionelles Team wie JTech, dieses Motorrad zum Laufen bekommt. Das hat aber nicht geklappt. Bei den Starts war ich immer unter den letzten Zehn. In der WM durchs Feld zu fahren, ist fast unmöglich. Trotzdem war ich 19 Mal in den Punkten. Nach dem WM-Lauf in Assen habe ich gemerkt, dass das Team und ich keinen gemeinsamen Weg mehr finden und wir haben uns getrennt. Die letzten 2 WM-Läufe in den USA bin ich dann nicht mehr gefahren.
 

Henry Jacobi (Foto: Frank Quatember)

F: Und nun sitzt Du auf einer Husqvarna. Im Serienzustand sicher eins der kräftigsten Bikes im MX2-Feld.
A: Ja, das stimmt. Die Husky bietet vom Motor her eine viel bessere Basis.

F: Trotzdem bist Du im Winter damit nicht Supercross gefahren. Weshalb nicht?
A: Fahrerisch liegt mir Supercross. Ich kann das. Aber beides zusammen, also Indoor- und Outdoor-Motocross zu kombinieren, das ist nicht leicht. Nach einem Marken-wechsel erst recht nicht. Also habe ich auf die Hallenrennen verzichtet und bin von Sylvester bis 20. Januar in Spanien trainieren gewesen.

F: Offensichtlich mit Erfolg. Du hast das zweite deutsche Vorsaison-Rennen, den Wintercup in Dolle, Ende Februar gewonnen.
A: Ja, ich war zufrieden.

F: Du bist ja erst 20 Jahre alt. Sind die WM-Träume denn nun schon in jungen Jahren geplatzt?
A: Überhaupt nicht. Ich werde dieses Jahr mit dem STC-Team alle europäischen WM-Läufe fahren. Denn eins ist klar: Ich möchte ein richtiger Motocross-Profi werden.

2017 bestreitet Henry Jacobi die MX2-WM und Mastes mit Husqvarna (Quelle: STC Racing)
 

F: Das bist Du doch schon.
A: Profi bin ich. Aber einer ohne Einkommen (lacht). Ich lebe bei meinen Eltern und arbeite wenn es die Zeit erlaubt, in der Firma meines Vaters, der Schmiermittel für Industrie-maschinen vertreibt. Mein Ziel ist aber, dass ich mit Motocross mein eigenes Geld verdiene.

F: Du bist einer der wenigen Spitzenfahrer, die in Frankenbach mit dem MX2-Motorrad antreten. Ist das nicht ein Nachteil, gerade beim Start?
A: In Frankenbach gilt das eigentlich nur für den Start. Doch um gegen Ulle den Start zu gewinnen, da reicht sogar eine 800er nicht (lacht). Wenn ich da als Zweiter in die erste Kurve einbiege, bin ich vollauf zufrieden. Die Strecke selbst ist danach so eng, dass man mit der 250er keine Nachteile hat.

F: Gefällt sie Dir?
A: Ja. Wie gesagt, sie ist eng, aber technisch anspruchsvoll. Ich komme gern nach Frankenbach. Allerdings war ich schon eine ganze Weile nicht mehr beim Winter-Cross. Das letzte Mal war vor 3 Jahren. Da war ich Zweiter in der MX2-Klasse.

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