Winter-Moto-Cross
  
Countdown News Archiv
Hier sind alle die vergangenen Meldungen aus dem Winter-Moto-Cross 2014 Countdown...

 

 

 

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WMX Countdown News
Impressionen vom Samstag - die Ruhe vor dem Sturm
Impressionen vom Samstag - die Ruhe vor dem Sturm

Die letzten Wochen waren witzig, spannend, arbeitsreich, mal erfolgreich - mal frustrierend, aber immer geprägt mit großem Einsatz und Willen von allen Verantwortlichen, Helfern und Partnern. In den letzten Stunden vor dem Rennen waren immer noch fleissige Hände dabei die restlichen Installationen aufzubauen. Etliche Fahrer und Teams sind samstags im Laufe des Tages eingetroffen und haben sich in den zwei Fahrerlagern eingerichtet. Kaum angekommen, wurde das Bike aufgebockt und die Werkzeugkiste geöffnet, um die Maschinen für die technische Abnahme und die Rennen fit zu machen. Erste diskussions­behaftete Strecken­begehungen waren ebenso zu beob­achten, wie relaxtes Beisammenstehen. Die Atmosphäre auf dem ganzen Gelände war lässig, wie man es vor einem derartigen Event nicht erwarten würde. Aber der Adrenalinspiegel wird steigen - garantiert...

Das Frankenbacher Winter-Motocross ist weit über Deutschland hinaus auch international bekannt. Star­ter aus 15 Nationen stehen heute am Start.
Wenn einer die Fäden in der Hand hat und ein starkes Team dahinter steht, dann kommt so etwas heraus, wie das Frankenbacher Winter-Motocross.
Letzte Abstimmung des Orga-Teams am Tag vor dem Event: nochmals Unterlagen sichten und die end­gültigen Korrekturen vornehmen.
Noch liegen die Startgatter schläfrig herum. Spätestens heute ab 9:00 Uhr ist es vorbei damit. Dann stehen grobstollige Pneus unge­duldig vor den Rohren.
Die schweren Geräte haben ihren Job perfekt erledigt. Die Strecke ist wie mit dem Lineal gezogen. Wenn aber erst mal ein paar durch­drehende Stollen drüber sind, sieht's ganz anders aus...

Nur mit Mut, Kalkül, Taktik und dem notwendigen Speed gibt's den ersten Erfolg gleich nach der Startkurve: der Holeshot-Punkt. Wer dann vorne ist, braucht schon mal weniger Abreissvisiere... 

Das obere Fahrerlager ist bereits gut gefüllt. Aber der Strom der ankommenden Fahrer und Teams reisst nicht ab. Platzmangel herrscht dennoch nicht. Im zweiten Fahrerlager sind noch genügend Stellplätze frei.
Platz genug ist auch in der kleinsten Hütte. Bei den großen Teams mit den Trucks kann das ganze Equipment dagegen recht entspannt in vielen Kubikmetern ver­staut werden.
Niederquerschnitt und fein­profiliert verträgt sich mit schlüpfrigem Untergrund weniger gut. Anfahrhilfe gibt's aber gratis. Mit fetten Stollen ist das ein Kinder­spiel. 
Kaum ist der der Motor des Teamfahrzeugs abgestellt, wird geschraubt und ge­tuned, was das Zeug hält. Manchmal nicht nur am zweirädrigen Fahrzeug...
Wenn das Bike wieder vollständig ist, muss es noch durch den lokalen TÜV. Nur wenn die Rennkomissare und das Lärmpegelmess­gerät grünes Licht geben, kann's auf die Piste gehen. Wenn nicht, ist weiter­schrauben angesagt.

Bei der Streckenbegehung hat jeder so seine spezielle Art: technisch oder roman­tisch.

Je nach Zielsetzung führt beides zum Erfolg!

Blondinen machen sich nicht nur auf einem Café-Racer gut, sondern auch auf einem Motorrad für richtige Kerle. Wer keine Blondine zur Hand hat, nimmt halt den Hund mit...

Angesicht der erstaunlichen Bandbreite an angereisten Fahrzeugen, wäre zu über­legen, ob das Winter-Motocross 2015 nicht noch ein paar neue Alters- und Fahrzeugklassen in das Reglement mit aufnimmt. Zugege­ben: tiefer Boden wäre für beide etwas spassfrei....

Sodann: das war der Countdown des WMX 2014. Wir sehen uns beim 45. Winter-Motocross in 2015 wieder. Bis dahin...

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Interview mit Dennis Ullrich, dem Vorjahressieger in Frankenbach
Interview mit Dennis Ullrich, dem Vorjahressieger in Frankenbach

 

Q: Welche Erinnerungen verbindest Du mit dem Winter- Cross in Frankenbach?
A: Natürlich nur gute. Aber nicht nur weil ich vergangenes Jahr in Frankenbach gewonnen habe sondern weil ich die Strecke supergut finde. Sie ist anspruchsvoll, vor allem, wenn sich Spurrillen bilden. Ich komme gerne nach Frankenbach.

Q: Du bist amtierender Gesamtsieger der ADAC MX Masters. So weit kommt man nur als Profi. Seit wann betreibst Du Motocross hauptberuflich?
A: Seit drei Jahren. Ich bin mit 17 Profi geworden.

Q: Und lebst jetzt im Saarland.
A: Richtig. Gebürtig komme ich ja aus Neu-Ulm und bin also Bayer. Ins Saarland verschlug es mich wegen meines Trainers Thomas Kneip.
 

Dennis Ullrich hat nur ein Ziel vor Augen: gewinnen

Q: Wie hat sich das ergeben?
A: Ich habe im Jahr 2010 einen Fahrer­lehrgang bei Thomas gemacht. Dort habe ich gemerkt, dass er meine fahrerischen Stärken und Schwächen sehr genau analysieren und mich sportlich weiter­bringen kann. Deshalb entschloss ich mich von zuhause wegzugehen und ins Saarland zu ziehen.

Q: Das Saarland und Lothringen sind auch für ihre Vielzahl an Motocross-Strecken bekannt.
A: Das war letztlich der entscheidende Faktor für meinen Umzug. Die Grenze liegt fünf Autominuten von meiner Wohnung entfernt. Insgesamt stehen uns acht Trainingsstrecken in einem Umkreis von 50 Kilometern zur Verfügung.

Q: Dass Du in dieser Saison als Titelverteidiger bei den ADAC MX Masters antrittst, ist logisch. Sind auch WM-Läufe geplant?
A: Ja, ich werde etwa zehn WM-Veranstaltungen fahren. Die sind für mich in diesem Jahr extrem wichtig. Ich will zeigen, dass ich den Speed habe mit den Schnellsten mitzufahren. Ich möchte hier und da schon mal gerne unter die Top ten vorstoßen.

Q: Zurück zum Winter-Motocross in Frankenbach. Nach Deinem Plan für Sonntag muss man nicht explizit fragen, oder?
A: Natürlich nicht. Ich möchte wieder gewinnen. Das ist klar. Auch wenn es Euch als Veranstalter nicht gefällt: Für mich hoffe ich, dass das Wetter nicht so gut wird. Der Boden soll schön tief werden, die Streckenverhältnisse schwierig. Dann sollte es mein Tag werden.

Q: Sehen wir Dich schon am Samstag im Fahrerlager?
A: Wahrscheinlich nicht. Vom Saarland nach Heilbronn sind es zwei Stunden. Deshalb werde ich erst am Sonntagmorgen anreisen.

Auch beim Winter-Cross in Frankenbach wird Dennis Ullrich im Tiefflug über die Piste brettern

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Interview mit Lars Reuther -  bester Fahrer des MCC Frankenbach
Interview mit Lars Reuther - bester Fahrer des MCC Frankenbach


Q:
Lars, wie lief denn die Saison-Vorbereitung bisher?
A: Sehr ordentlich. Ich begann Mitte Januar mit dem Fahrtraining und habe fast den ganzen Februar in Spanien verbracht, um mit Didi Lacher zu trainieren.

Q: Du arbeitest seit vergangenem Jahr mit dem ehemaligen sechsfachen Deutschen Meister. Wie kann Dir Didi helfen?
A: Didi berät mich, um meinen Fahrstil zu verbessern.

Q: Welches sind die konkreten Schwachstellen?
A: Da gibt es viele (lacht). Ich belaste die Front des Motorrads oft nicht genug, schalte zu oft, fahre zu oft im Stehen. Wir arbeiten daran, dass mein Fahrstil flüssiger wird und ich dadurch konditionsschonender fahren kann.

Q: Hat der Feinschliff was gebracht?
A: Ich meine ja. Doch ich bin dieses Jahr noch keine Rennen gefahren. Frankenbach wird mein erster Renneinsatz in diesem Jahr sein. Dort werden wir sicher eine Tendenz sehen.

Q: Beim Winter-Cross 2013 hast Du Deine Premiere in der großen Klasse gefeiert. Platz sieben in der Gesamtwertung war ein gelungener Einstieg. Welches Resultat erwartest Du am Sonntag?
A: Natürlich besser als vergangenes Jahr abzuschneiden. Ein Platz auf dem Podium wäre natürlich ein Traum.
 

Mit Didi Lacher am Fahrstil gearbeitet: Lars Reuther will
am Sonntag aufs Podium

Q: Der Traum vom Sieg im ADAC MX Youngster-Cup hat sich im vergangenen Jahr nicht erfüllt. Woran lag´s?
A: Es lief nicht so rund, wie ich mir das gedacht hatte. In Gaildorf habe ich mich dann noch verletzt. Letztlich landete ich auf dem vierten Rang.

Q: Hat sich dieses Ergebnis in der Unterstützung für dieses Jahr ausgewirkt?
A: Ja, leider. Mein Vertrag mit KTM wurde gekürzt. Zum Glück sprang das Team Sarholz, bei dem ich unter Vertrag stehe ein und übernimmt für dieses Jahr einen Teil der Unterstützung.

Q: Du wirst in diesem Jahr auch in der MX Masters-Serie in der 450er-Klasse antreten. Der Schritt zu den ganz Großen des Sports ist also vollzogen. Bist Du angespannt vor dieser wichtigen Saison?
A: Nein, aber ich weiß, dass es nicht leicht werden wird. Grundsätzlich komme ich aber mit der 450er besser zurecht als mit der 250er. Die kommt meinem ruhigen Fahrstil entgegen.

Q: Betreibst Du den Sport als Profi?
A: Weitestgehend. Ich habe noch ein Fernstudium als Mechatronik-Techniker belegt. Dafür muss ich etwa 20 Stunden pro Woche büffeln. Das Studium dauert bis Mitte 2015. Insofern habe ich genug Zeit fürs Training. Und zum Ende dieser Ausbildung weiß ich dann auch, wie ich mich sportlich entwickelt habe und kann dann leichter eine Entscheidung treffen, welchen Weg ich einschlagen werde.

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Interview mit Lars Reuther -  bester Fahrer des MCC Frankenbach
Interview mit Lars Reuther - bester Fahrer des MCC Frankenbach


Q:
Lars, wie lief denn die Saison-Vorbereitung bisher?
A: Sehr ordentlich. Ich begann Mitte Januar mit dem Fahrtraining und habe fast den ganzen Februar in Spanien verbracht, um mit Didi Lacher zu trainieren.

Q: Du arbeitest seit vergangenem Jahr mit dem ehemaligen sechsfachen Deutschen Meister. Wie kann Dir Didi helfen?
A: Didi berät mich, um meinen Fahrstil zu verbessern.

Q: Welches sind die konkreten Schwachstellen?
A: Da gibt es viele (lacht). Ich belaste die Front des Motorrads oft nicht genug, schalte zu oft, fahre zu oft im Stehen. Wir arbeiten daran, dass mein Fahrstil flüssiger wird und ich dadurch konditionsschonender fahren kann.

Q: Hat der Feinschliff was gebracht?
A: Ich meine ja. Doch ich bin dieses Jahr noch keine Rennen gefahren. Frankenbach wird mein erster Renneinsatz in diesem Jahr sein. Dort werden wir sicher eine Tendenz sehen.

Q: Beim Winter-Cross 2013 hast Du Deine Premiere in der großen Klasse gefeiert. Platz sieben in der Gesamtwertung war ein gelungener Einstieg. Welches Resultat erwartest Du am Sonntag?
A: Natürlich besser als vergangenes Jahr abzuschneiden. Ein Platz auf dem Podium wäre natürlich ein Traum.
 

Mit Didi Lacher am Fahrstil gearbeitet: Lars Reuther will
am Sonntag aufs Podium

Q: Der Traum vom Sieg im ADAC MX Youngster-Cup hat sich im vergangenen Jahr nicht erfüllt. Woran lag´s?
A: Es lief nicht so rund, wie ich mir das gedacht hatte. In Gaildorf habe ich mich dann noch verletzt. Letztlich landete ich auf dem vierten Rang.

Q: Hat sich dieses Ergebnis in der Unterstützung für dieses Jahr ausgewirkt?
A: Ja, leider. Mein Vertrag mit KTM wurde gekürzt. Zum Glück sprang das Team Sarholz, bei dem ich unter Vertrag stehe ein und übernimmt für dieses Jahr einen Teil der Unterstützung.

Q: Du wirst in diesem Jahr auch in der MX Masters-Serie in der 450er-Klasse antreten. Der Schritt zu den ganz Großen des Sports ist also vollzogen. Bist Du angespannt vor dieser wichtigen Saison?
A: Nein, aber ich weiß, dass es nicht leicht werden wird. Grundsätzlich komme ich aber mit der 450er besser zurecht als mit der 250er. Die kommt meinem ruhigen Fahrstil entgegen.

Q: Betreibst Du den Sport als Profi?
A: Weitestgehend. Ich habe noch ein Fernstudium als Mechatronik-Techniker belegt. Dafür muss ich etwa 20 Stunden pro Woche büffeln. Das Studium dauert bis Mitte 2015. Insofern habe ich genug Zeit fürs Training. Und zum Ende dieser Ausbildung weiß ich dann auch, wie ich mich sportlich entwickelt habe und kann dann leichter eine Entscheidung treffen, welchen Weg ich einschlagen werde.

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Interview mit Burkhard Sarholz, Teamchef von KTM Sarholz
Interview mit Burkhard Sarholz, Teamchef von KTM Sarholz

Q: Waren Sie schon einmal beim Winter-Motocross?
A: Einmal? Ich war bestimmt schon 20 Mal in Franken­bach.

Q: Wann war denn das erste Mal?
A: Das war 1986. Werner Schütz, ein befreundeter Motorradhändler, hatte damals einen jungen Südafrikaner engagiert. Sein Name war Collin Dugmore. Aus Gefälligkeit begleitete ich Collin zu seinem ersten Rennen in Deutschland, dem Frankenbacher Winter-Cross. Der Junge war erst ein paar Tage vorher aus Südafrika eingeflogen. Er hat in Frankenbach nur gefroren und gejammert.

Q: Seitdem sind Sie ein fester Bestandteil der deutschen Motocross-Szene.
A: Eigentlich bin ich seit 1984 dabei. Zuerst unterstützte ich mit meinem Honda-Geschäft ein paar regionale Fahrer im Hallen-Cross. 1988 stieg ich beim Freiland-Motocross ein.

Q: Und weshalb?
A: Der Startschuss kam hauptsächlich von Klaus Metzger. (Anm. der Red.: Klaus Metzger stammt aus Widdern bei Heilbronn). Der startete beim Hallencross in Köln und brauchte dort ein paar Ersatzteile. Ich half ihm aus der Not, wir freundeten uns an und er wurde erster Fahrer des Team Sarholz auf nationaler und internationaler Ebene.

Q: In Ihrem Team startete die Crème de la Crème des deutschen Motocross-Sports.
A: Das kann man so sagen. Didi Lacher, Bernd Eckenbach und Max Nagl sind bei mir groß geworden. Und auch internationale Stars wie Dave Strijbos, Gert Jan van Doorn und aktuell auch Ken de Dycker. Sie alle waren mal im Team Sarholz.

Q: Ein Motocross-Team und ein Motorradgeschäft zu besitzen verlangt viel Engagement.
A: Das ist richtig. Man hat eine Sieben-Tage-Woche und volle Tage. Wir fangen um 6.30 Uhr an und arbeiten bis 19.30 Uhr. Und das auch noch mit 64 Jahren.

Q: Nach 30 Jahren können Sie die Entwicklung des Motocross-Sports so gut beurteilen wie sonst niemand. Was hat sich geändert?
A: Sagen wir mal so. Früher war es weniger hektisch, Sponsoren zu finden war einfacher, die Menschen im Sport standen sich näher. Auch wenn´s abgedroschen klingt: Früher war es schöner.

Q: Erfolgreich sind Sie mit ihrem Team aber auch heute.
A: Das stimmt natürlich. Wir haben mit Dennis Ullrich im vergangenen Jahr die MX Masters gewonnen. In diesem Jahr werden wir mit ihm bei den europäischen WM-Läufen antreten.

Q: Und am kommenden Sonntag in Frankenbach.
A: Richtig. Auch unsere Fahrer Lars Reuther und Henri Jacobi werden in Frankenbach sein.

Q: Sie auch?
A: Selbstverständlich.

 

30 Jahre Teamchef: Burkhard Sarholz (hier mit ADAC MX Masters-Sieger Dennis Ullrich) wird auch am
kommenden Sonntag in Frankenbach sein

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Interview mit Uli Reinecke, dem Verantwortlichen für die Fahrer-Verpflichtung des Winter-Cross
Interview mit Uli Reinecke, dem Verantwortlichen für die Fahrer-Verpflichtung des Winter-Cross


Q: Wann fangen Sie mit der Zusammenstellung des Fahrerfelds an? Das heißt, zu welchem Zeitpunkt beginnen Sie, die Fahrer anzusprechen?
A: Die ersten Teams sprechen wir, das sind mein Clubkollege Jürgen Kaiser und ich, beim Supercross in Stuttgart, also Mitte November an.

Q: Sie sprechen nur mit den Teams?
A: Zuerst versuche ich ganze Teams zu verpflichten. Wenn das nicht gelingt, spreche ich die Fahrer individuell an.

Q: Wonach wählen Sie die Fahrer aus?
A: Der internationale Tourplan der Motocross-Szene macht es uns inzwischen leider nahezu unmöglich die ganz großen Stars für das Winter-Motocross zu verpflichten. Dieses Jahr fanden mit Katar und Thailand bereits zwei WM-Läufe vor unserem Rennen statt. Diese WM-Fahrer sind für unser Rennen nicht mehr greifbar.

Q: Konnten Sie dennoch namhafte Piloten verpflichten?
A: Ja klar, weil der WM-Einstieg mittlerweile sehr kompliziert ist, gibt es viele gute Fahrer auf dem Markt, die für uns in Frage kommen. Wir haben für das Winter-Cross am kommenden Sonntag den MX3-Weltmeister von 2012, Matthias Walkner engagiert, den MX-Masters-Sieger Dennis Ullrich, Boris Maillard, Filip Neugebauer und Dominique Thury von der Kawasaki-Pfeil-Truppe. Es können bestimmt zehn Fahrer gewinnen, so dicht liegt das Leistungsniveau beisammen.
 

Uli Reinecke ist lange vor dem Winter-Motocross auf
der Jagd nach den Stars der Szene

Q: Und mit jedem einzelnen Starter der drei Klassen muss verhandelt werden?
A: Nein, die MX2- und die 85er-Klasse füllt sich von alleine. Da herrscht Andrang ohne Ende. Ich kümmere mich nur um die MX Open. Und selbst dort meldet die Hälfte des Starterfelds ohne unser Zutun.

Q: Und wie entscheidend sind die Start- und Preisgelder?
A: Klar, die Frage nach dem Startgeld kommt als erste. Aber nicht bei allen. Zu vielen Fahrern oder Teams haben wir im Lauf der Jahre ein sehr partnerschaftliches Verhältnis. Wir können uns auf sie verlassen und sie auf uns.

Q: Welche Meinung kursiert bei den Piloten über das Winter-Cross?
A: Viele wundern sich, wie man auf so einem kleinen Platz, eine Strecke unterbringen kann. Manche finden die Piste zu eng. Auf der anderen Seite schätzen uns alle Piloten als sehr professionelle Veranstalter. Die spüren, dass wir das Winter-Cross mit Herzblut organisieren.

Q: Sie sind als Besitzer des Team Suzuki Reinecke zum einen nah an der Szene dran, zum anderen sind Sie aber auch Konkurrent der Teams, die Sie verpflichten. Besteht da nicht ein Interessenkonflikt?
A: Eigentlich schon. Insofern bin ich eigentlich der ungeeignetste Mensch für diesen Job. (lacht) Doch die Kollegen wissen das eine vom anderen zu trennen. Und letztlich haben wir jedes Jahr ein attraktives Starterfeld in Frankenbach. Und das ist es, was zählt.

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